Vereinsforum 2016

Workshops für eine zukunftsfähige Vereinsarbeit

Vier Workshops für zukunftsfähige Vereinsarbeit
In der Großen Kreisstadt Waghäusel gibt es insgesamt über 150 Sport-, Kultur- und Sozialvereine. Sie alle waren zu einem von der Stadtverwaltung erstmals durchgeführten ganztägigen Vereinsforum eingeladen. Gekommen waren die Vertreterinnen und Vertreter von 37 Waghäuseler Vereinen. Begrüßt wurden sie von Oberbürgermeister Walter Heiler, der die Vereinskultur in Waghäusel lobte und dem Sachgebiet Mensch und Gesellschaft für die Organisation der vier Workshops dankte.
In einem Impulsreferat beleuchtete Sportkreis-Vorsitzender Jürgen Zink das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland, benannte die Einflussfaktoren ehrenamtlicher Tätigkeiten und zeigte die derzeitigen Problemfelder der Vereine auf. Demnach nimmt Baden-Württemberg mit 49,2 Prozent hinter Rheinland-Pfalz den zweiten Platz im bundesweiten Ranking beim freiwilligen Engagement ein. Trotz nachlassender Tendenz stehen die Vereine mit großem Vorsprung an der Spitze. Größtes Problem sei jedoch die Gewinnung und Bindung ehrenamtlicher Mitarbeiter.
Ronald Wadsack, Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, leitete den Arbeitskreis Mitgliedergewinnung. Er beschrieb die Vielfalt des Vereinslebens und bekundete, dass die Existenz eines Vereins weder selbstverständlich noch unendlich sei. Mit Blick auf die demografische Entwicklung in Waghäusel sah er die nordbadische Kommune aufgrund der prognostizierten positiven Bevölkerungsentwicklung mit einem Zuwachs bis 2030 von 5,4 Prozent „auf der Sonnenseite“.
Grundsätze des Steuerrechts beleuchtete Steuerberater Alfred Metzger. Dabei ging er auch auf die Übungsleiterpauschale sowie die Vergütung von Trainern und Chorleitern ein. Wichtig vor allem, dass die gesetzlichen Vertreter eines Vereins persönlich für die Abgabe der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge haften. „Sich immer wieder auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mitglieder einzustellen, das versteht man unter Marketing“. Roland B.Schneble empfahl deshalb im Arbeitskreis „Marketing/Öffentlichkeitsarbeit“ den Vereinen eine Stärken-Schwächen-Analyse.
Andreas Stahlberger, Vorsitzender des TB Bad Rotenfels, referierte über Organisationsformen und die Möglichkeiten einer hauptamtlichen Unterstützung der Vereinsarbeit. Zum Abschluss dankte Organisator Tobias Mahl nicht nur den Referenten und Vereinen sondern auch OB Walter Heiler und Bürgermeister Thomas Deuschle, die ihm bei der Planung des Vereinsforums freie Hand gewährten.
Kurt Klumpp


Präsentationen


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