Radverkehr in Baden-Württemberg

 

RadSTRATEGIE
Mit der Radverkehrsstrategie Baden-Württemberg (RadSTRATEGIE) erarbeitet das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur erstmals ein umfassendes Konzept für den Radverkehr in Baden-Württemberg. Ziel der RadSTRATEGIE ist es, die positiven Wirkungen des Radverkehrs in den Städten und im ländlichen Raum zu nutzen. Die Strategie formuliert Maßnahmen und Ziele in acht Handlungsfeldern von Infrastruktur über Verkehrssicherheit und Kommunikation bis zur Wirtschafts- und Bewegungsförderung. Städte, Gemeinden und Landkreise sind die zentralen Partner, um den Radverkehr im gesamten Land voranzubringen. Mit der RadSTRATEGIE zeigt das Land, wie es die Kommunen bei der Aufgabenwahrnehmung im Bereich Radverkehr noch besser unterstützen möchte – als Förderer, Koordinator, Moderator und Impulsgeber. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat bei der Erstellung der RadSTRATEGIE zahlreiche Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen eingebunden. Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Erfahrungen und Anregungen bereits zu Beginn einbringen. Ein beratendes Fachgremium hat den gesamten Prozess aktiv begleitet.
 
RadNETZ Baden-Württemberg
Ziel der Landesregierung ist es, den Radfahrerinnen und Radfahren ein flächendeckendes Radverkehrsnetz mit sicheren und attraktiven Verbindungen zu bieten. Dazu hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur im Jahr 2014 in enger Abstimmung mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen mit der Planung eines baulastträgerübergreifenden ca. 7.000 km langen Landesradverkehrsnetzes (RadNETZ-Baden-Württemberg) begonnen. Das RadNETZ Baden-Württemberg verbindet landesweit alle Ober- und Mittelzentren über definierte Hauptrouten für den Alltagsradverkehr. Neben den Alltagsrouten enthält es die 19 offiziellen touristischen Landesradfernwege. Insgesamt werden mehr als 700 Städte und Gemeinden an das RadNETZ angeschlossen. Das RadNETZ soll künftig nach einheitlichen Qualitätsstandards konsequent ausgebaut und ertüchtigt werden. Wichtigste Partner sind die Städte, Gemeinden und Landkreise. Im Zielzustand zeichnet sich das RadNETZ durch direkte, sicher und komfortabel zu befahrende sowie mit durchgehend einheitlicher Wegweisung versehene Radverkehrsverbindungen aus.

Initiative RadKULTUR
Erst durch das Zusammenspiel von Infrastrukturförderung und Öffentlichkeitsarbeit werden die Potenziale der Radverkehrsförderung voll entfaltet. Infrastruktur macht sich nur bezahlt, wenn diese auch genutzt wird. Kommunikation kann dazu beitragen. Daher hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg im Jahr 2012 die Kommunikations-Initiative RadKULTUR ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, noch mehr Menschen für das Radfahren zu begeistern und dazu zu motivieren, in ihrem Alltag ganz selbstverständlich aufs Rad zu steigen. Gemeinsam mit jährlich neu hinzukommenden Modellkommunen der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) e. V. wird den Bürgerinnen und Bürgern unter dem Motto „Einfach fahren“ ein vielfältiges Programm mit Mitmach-Aktionen, Wettbewerben und Service-Angeboten rund um das Fahrrad geboten.
Eine Vielzahl weiterer Maßnahmen wurde schon angestoßen und umgesetzt. Dazu zählen unter anderem: 
die Gründung des Landesbündnisses ProRad, in dem Politik, Institutionen, Verwaltung und Verbände Maßnahmen zur Radverkehrsförderung sich regelmäßig besprechen und abstimmen könnendie Gründung der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in BAden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) um Städte, Gemeinden und Landkreise in ihren Bemühungen für mehr Radverkehr zu unterstützendie Bereitstellung von Fördermitteln, die die Landesregierung ganz gezielt für die Radverkehrsförderung zur Verfügung stellteine Wirkungskontrolle, die den Zustand des Radverkehrs in Baden-Württemberg mit einer Nullanalyse im Jahr 2009 erfasst hat und detailliert beschreibt. Darauf aufbauend findet 2014/2015 die erste Wirkungskontrolle statt.
Tipp: Landesspezifische Informationen rund um das Thema "Radverkehrsförderung" bietet Ihnen das Informationsportal zur Fahrradförderung des Landes Baden-Württemberg (www.fahrradland-bw.de). Auf der Internetseite www.radkultur-bw.de erfahren Sie zudem alles zur Initiative RadKULTUR und den einzelnen Rad-Aktionen. Broschüren und Informationsmaterial zum Thema "Sicheres Radfahren“ finden Sie im Onlineauftritt des Innenministeriums. Die Deutsche Verkehrswacht und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. bieten weiterführende Informationen zum Thema "Verkehrssicherheit".

Kontakt:

Janine Heiler

Amtsleiterin

Telefon 07254 / 207 - 2115
Gebäude: Neubau, EG
Raum: 2.105
Anita Rödelstab
Telefon 07254 / 207 - 2105
Gebäude: Neubau, EG
Raum: 2.105