Fahrradbeleuchtungsaktion an den Schulen

Einhundertzwei kontrollierte Fahrräder und vierundvierzig Beanstandungen: Das ist das Ergebnis einer Fahrrad-Beleuchtungskontrolle vor der Realschule Waghäusel und der Gemeinschaftsschule in Kirrlach und Wiesental, die vom städtischen Ordnungsamt durchgeführt wurde.

Die richtige Beleuchtung trägt maßgeblich zu mehr Sicherheit auf den Straßen bei. Wer unbeleuchtet unterwegs ist, gefährdet sich und andere. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit kann eine einwandfreie Beleuchtung am Fahrrad überlebenswichtig sein. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad freundlicher Kommunen in Baden-Württemberg beteiligte sich die Große Kreisstadt in diesem Jahr zum ersten Mal an der Aktion „Tu’s aus Liebe – Lass dich mal wieder sehen".

Dabei wurden alle Kinder, die ein einwandfreies Fahrrad mit sich führten mit einem Schokoherz belohnt. Die Kinder mit nicht funktionierender Beleuchtung erhielten einen Elternbrief sowie einen Reparaturgutschein i.H.v. 15,00 €, der bei den beteiligten Firmen Karls Bike Shop in Kirrlach und Guter Rad Shop in Wiesental bei der Instandsetzung der Beleuchtung eingelöst werden kann.

Im Eltern-Anschreiben betonte Oberbürgermeister Heiler, dass der Stadt die Sicherheit der Kinder als Verkehrsteilnehmer sehr am Herzen liegt. Aus diesem Grund gebe man auch einen Reparaturzuschuss, damit die Kinder gut durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Vor den einzelnen Schulen waren die Kontrollergebnisse höchst unterschiedlich: Während an der Realschule nur 25 % der Fahrräder beanstandet werden mussten, waren es in Wiesental 43 % und in Kirrlach sogar 50 % der Fahrräder. Nun wird sich anhand des Rücklaufs der Gutscheine zeigen, wie ernst die Eltern die Sicherheit ihrer Kinder nehmen.

Im Rahmen der Aktion fiel auch noch auf, dass viele Grundschüler mit einem Tretroller zur Schule kommen. Für diese Geräte gibt es keine Beleuchtungsvorschrift. Umso löblicher deshalb, dass manche Eltern ihr Kind zumindest mit einer selbstleuchtenden Warnweste ausgestattet haben, die das Kind im Dunkeln sichtbar macht.

Und dann war da noch die äußerst renitente Helikoptermutter: Bestens ausgestattet mit einem tollen Fahrrad und funktionierender Beleuchtung, die ihr „unbeleuchtetes“ Kind zur Schule begleitete. Mit den besten Vorsätzen versuchte man dieser Mutter klar zu machen, wie wichtig die Beleuchtung am Fahrrad des Kindes sei. Die Mutter verstand dies offensichtlich falsch (oder wollte auch nur vom eigenen Fehlverhalten ablenken). Sie ging sofort in den Angriffsmodus über und beschimpfte das eingesetzte Personal. Die Sicherheit ihres Kindes war ihr wohl nicht so wichtig. Das Kind wird wohl weiterhin unbeleuchtet Fahrrad fahren.

(created on 06. December 2017)

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