Reichlich Lob für Große Kreisstadt

Das Lob für die Große Kreisstadt im nördlichen Landkreis Karlsruhe kam aus berufenem Munde. „Waghäusel macht mit Markierungen auf die gleichberechtigte Nutzung von Rad- und Autofahrern auf der Fahrbahn aufmerksam“, meldete die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg.

Unter dem Motto „Mehr Platz fürs Miteinander“ sieht das Radkonzept in unserem Bundesland vor, dass es in den Städten keine separaten Radwege mehr geben soll. Auf den Waghäuseler Hauptverkehrsstraßen wurden neben den Schutzstreifen auch Piktogramme und sogenannte Sharrows angebracht.
„Bei uns liegen bereits Anfragen anderer Kommunen vor, die diese Art der Kennzeichnung übernehmen wollen“, bestätigte Oberbürgermeister Walter Heiler bei der vierten Sitzung der „AG Rad Waghäusel“. In dieser Arbeitsgruppe sind Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen ebenso vertreten wie die Rektoren der Schulen, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Naturschützer, die Vorsitzenden der Gewerbevereine sowie Vertreter des Seniorenbeirats und der beiden Kirrlacher Radsportclubs. Reichlich Lob erhielt die Stadt Waghäusel auch von Diplom-Ingenieur Uwe Petry vom Planungsbüro „Verkehrsalternative Rad (VAR)“ aus Darmstadt. Das hessische Unternehmen begleitet das Radverkehrskonzept der Großen Kreisstadt.

Bereits beseitigt ist die Engstelle der Zufahrt vom Radweg aus Richtung Kirrlach in die Gymnasiumstraße. (Foto: Kurt Klumpp)

„Ich habe bisher noch nie erlebt, dass eine Kommune vereinbarte Maßnahmen so schnell umgesetzt hat wie Waghäusel“, sagte der Verkehrsplaner. Dazu zählt auch die Beseitigung eines Gefahrenpunktes bei der Einmündung des stark befahrenen Fahrradwegs von Kirrlach kommend in die Gymnasiumstraße Richtung Rathaus, Schule und Schwimmbad. Diskutiert wurde lediglich, ob statt des dort angebrachten Stoppschildes für Radfahrer nicht auch ein Schild mit dem Hinweis „Vorfahrt beachten“ ausgereicht hätte. „Wir haben damit eine klare Verkehrsregelung geschaffen“, bestätigte OB Heiler.
Verkehrsplaner Petry präsentierte neben den bisher umgesetzten auch die geplanten Maßnahmen. Dabei umfasse das klassifizierte Radverkehrsnetz für Waghäusel im Endausbau insgesamt 112 Kilometer, wovon ein Zehntel davon bereits umgesetzt sei. Neben Basis- und Pendlerrouten sind hierin auch zwölf Kilometer vom Land geförderte Radwege enthalten. Die Planungen erfolgen in enger Abstimmung mit den Landkreisen Karlsruhe und Rhein-Neckar sowie den benachbarten Kommunen. In die Überlegungen aufgenommen sind auch Radwege nach Reilingen und in Richtung Graben-Neudorf.
Kurt Klumpp

Der Link zum Radverkehrsblog der AGFK lautet:  https://www.agfk-bw.de/blog/news-single/mehr-platz-fuers-miteinander/vom/13/11/2018/

(Erstellt am 04. Dezember 2018)

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