Ziel erreicht: Pflegestützpunkte in Stutensee und Waghäusel werden kommen

Kostenlose Beratung rund um das Thema Pflege nun landkreisweit angeboten

Freuten sich, dass mit der heutigen Vertragsunterzeichnung die Einrichtung der Pflegestützpunkte in Stutensee und Waghäusel nun offiziell besiegelt ist: Stutensees Oberbürgermeister a.D. Klaus Demal, die amtierende Oberbürgermeisterin Petra Becker, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Waghäusels Oberbürgermeister Walter Heiler und AOK-Geschäftsführer Harald Röcker. (v.l.n.r.)

Mit Blick auf den hohen Beratungsbedarf von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen haben sich die Kreisverwaltung und der Kreistag des Landkreises Karlsruhe bereits im Jahr 2009 einstimmig dafür ausgesprochen, landkreisweit bis zu fünf Pflegestützpunkte einzurichten.

Mit ihrer Unterschrift am Montag, 4. Februar, haben Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Harald Röcker, Geschäftsführer der AOK Mittlerer Oberrhein, diese Vorgabe umgesetzt und offiziell die Einrichtung der Pflegestützpunkte vier und fünf in Stutensee und Waghäusel besiegelt.

„Der Landkreis Karlsruhe war der erste Kreis in ganz Baden-Württemberg, der - auch dank der nachhaltigen Unterstützung der AOK Baden-Württemberg - mit dem Standort Bretten im Jahr 2016 bereits drei Pflegestützpunkte eingerichtet hat. Im vergangenen Jahr führten die Mitarbeiterinnen an den Standorten Bruchsal, Ettlingen und Bretten mehr als 10.000 Beratungsgespräche – Tendenz steigend. Bis zum Jahr 2025 wird der Anteil der sogenannten hochaltrigen Menschen, das sind die über 80-jährigen, auf rund 32.000 weiter anwachsen. Diese Zahlen belegen nachdrücklich den Erfolg und die Notwendigkeit dieser Einrichtungen“, berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Dem pflichteten Stutensees Oberbürgermeisterin Petra Becker und Waghäusels Oberbürgermeister Walter Heiler bei.

„Für die Bürgerinnen und Bürger Stutensees ist der Pflegestützpunkt ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer sozialen Stadt, die sich den veränderten Herausforderungen des demografischen Wandels aktiv stellt“ erklärt Oberbürgermeisterin Petra Becker. „Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass wir mit dem Anspruch als familienbewusste und soziale Stadt passende Lösungen für die besonderen Bedürfnisse der Menschen schaffen. Ich bin dankbar, dass wir mit dem Pflegestützpunkt eine verlässliche und bedarfsgerechte Anlaufstelle haben, die professionell fachlich unterstützen und beraten kann; die Betroffenen selbst und ihre sehr oft stark geforderten Angehörigen“, betont die Oberbürgermeisterin.

„Wir sind uns auch in Waghäusel der demografischen Herausforderung bewusst. In unserer Großen Kreisstadt Waghäusel leben derzeit 1.275 Menschen, die 80 Jahre alt sind oder älter. Daher ist es mir eine ganz besondere Freude, unseren Bürgerinnen und Bürgern wohnortnah eine kostenfreie und unabhängige Beratungsstelle rund um das Thema Alter und Pflege anbieten zu können. Durch die passgenauen Hilfen stärken wir die ambulante und häusliche Pflege vor Ort,“ berichtete Oberbürgermeister Walter Heiler.

Mit dem Pflegestärkungsgesetz III hat der Bund den Kommunen ein Initiativrecht eingeräumt, das es dem Landkreis ermöglichte, Verhandlungen mit den Kranken- und Pflegekassen über weitere Pflegestützpunkte zu führen, um dem steigenden Beratungsbedarf in allen Kommunen Rechnung zu tragen.

„Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mit der Einrichtung von zukünftig fünf Pflegestützpunkten kann den wachsenden Herausforderungen in der Beratung wohnortnah entsprochen werden“, begrüßt Harald Röcker, Geschäftsführer der AOK Mittlerer Oberrhein, das Engagement des Landkreises Karlsruhe. „Für die AOK Baden-Württemberg stellt Pflege ein wichtiges und zukunftsweisendes Thema dar. Durch die Gestaltung von Versorgungsstrukturen und individuelle Beratung sichern wir bestmögliche Lebensqualität für die Menschen in der Region.“

Der Pflegestützpunkt im Rathaus in Stutensee soll im April eröffnet werden, Waghäusel folgt voraussichtlich im Mai. Nähere Informationen wie beispielsweise über die Sprechzeiten oder Informationsveranstaltungen erfolgen rechtzeitig über die Mitteilungsblätter der Städte. Für die kostenlose und neutrale Beratung sind jeweils 1,5 Vollzeitstellen vorgesehen. Die Kosten übernehmen zu je zu einem Drittel der Landkreis sowie die Kranken- und Pflegekassen. Wie auch an den drei anderen Standorten stellen die Städte die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung.

(Text und Bild: Pressestelle Landratsamt Karlsruhe)

(created on 05. February 2019)

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