Seniorenbeirat

Chronik

Hallo Oma, ich brauche Geld!

Hallo Oma, ich brauche Geld!
Enkeltricks, falsche Polizisten, Betrügereien an der Haustür: Die Gefahr, ihr Geld durch ausgeklügelte Gaunereien zu verlieren, wird gerade für älteren Menschen immer größer. Der Seniorenbeirat von Waghäusel hat sich dieser Bedrohung angenommen und mit Unterstützung der Sparkasse Kraichgau im Atrium des Rathauses durch gespielte Szenen auf diese Gefahr aufmerksam gemacht. Dabei wurden die Besucher aktiv mit einbezogen, durften einzelne Fälle selbst nachspielen und haben im Gespräch mit einem anwesenden Polizeibeamten effektive Gegenmaßnahmen erfahren.
So ist beispielsweise ausgeschlossen, dass staatliche Stellen wie Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften direkt bei den Menschen anrufen und aus Sicherheitsgründen um die Herausgabe von Schmuck oder Bargeld bitten. Selbst wenn im Display des Telefons die Nummer 110 erscheinen sollte, handelt es sich hier immer um fingierte Anrufe von Betrügern. „Am besten den Hörer gleich wieder auflegen“, wird als wirkungsvolle Gegenmaßnahme empfohlen. Auch vor dem Besuch unbekannter Personen an der Haustür wurde gewarnt und verschiedene Ablenkungsmanöver szenisch nachgespielt.

Hallo Oma, ich brauche Geld!
Mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse-Kraichgau bietet der Seniorenbeirat der Stadt Waghäusel am Freitag, 7. Februar, um 14 Uhr im Atrium des Rathauses das von dem Schauspieler Allan Matthiasch konzipierte Theaterprojekt „Hallo Oma, ich brauche Geld!“ an. Gerade ältere Menschen sind für Trickbetrüger eine attraktive Zielgruppe. Davon handelt das interaktive Theaterstück, das nicht nur unterhaltsam ist, sondern den Seniorinnen und Senioren auch wertvolle Hinweise gibt, wie sie sich vor Betrügern schützen können.
Allan Matthiasch hat sich mit Experten aus verschiedenen Bereichen zusammengeschlossen und mit dem Fachwissen der Polizei, Theaterpädagogen, Schauspielern sowie der politischen Unterstützung durch die Landeshauptstadt Stuttgart ein Projekt entwickelt, das auf unterhaltsame Art die Senioren vor Betrugsdelikten schützen soll. Den Termin am 7. Februar 2020 um 14 Uhr sollten sich die älteren Einwohner von Waghäusel fest in ihren Kalender eintragen. Der Eintritt ist frei, wobei eine vorherige Anmeldung nicht notwendig ist.

Boule
An jedem Freitagnachmittag findet um 14 Uhr - ab Mai wieder ab 16 Uhr - ein freies Boulespielen bei der Eremitage statt.

Walking-Treff
An jedem Freitagvormittag findet von 10 Uhr bis 11 Uhr ein Walking-Treff statt.
Start ist beim Beginn des Trimm-dich-Pfads hinter dem Tennisplatz des SSV Waghäusel.

Spiele-Treff für Senioren in der Stadtbibliothek
mit Nathalie Müller und Martina Kuhn

Ob „Uno“, “Kniffel“ oder „Monopoly“: Gesellschaftsspiele machen einfach Spaß.
Die Spiele-Treffs finden in der Waghäuseler Stadtbibliothek statt. wobei die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Deshalb wird um eine vorherige Anmeldung unter Telefon: 07254-207-1116 gebeten.

TERMINE
Donnerstag, 9. Mai 2019        (von 16 Uhr – 17.30 Uhr)
Donnerstag, 6. Juni 2019       (von 16 Uhr – 17.30 Uhr)

Neuwahlen beim Waghäuseler Seniorenbeirat

Nach der ersten dreijährigen Amtsperiode konnte Roland Langer, Vorsitzender des 2016 gegründeten Seniorenbeirats der Stadt Waghäusel, ein erfreuliches Fazit ziehen. Für ihre bisherige Arbeit wurde die 15-köpfige Interessenvertretung von mehr als einem Viertel der Waghäuseler Bevölkerung auch mit reichlich Lob überschüttet.„Hier wird nicht gebruddelt, sondern g´schafft“, adelte Oberbürgermeister Walter Heiler den Seniorenbeirat beim Treffen im Atrium des Rathauses. Deren Arbeitsmaxime sei, so das Stadtoberhaupt, „nicht dagegen, sondern für etwas zu sein“. Grundlage ihres Handelns sind die Wünsche und Anregungen aus der Mitte der älteren Bürgerinnen und Bürger, die in zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen münden. Jüngste Beispiele sind die viel beachteten Präsentationen im Waghäuseler Gemeinderat zu den Themen Quartiersentwicklung und Versorgung mit Defibrillatoren. Walter Heiler erinnerte auch an die mit großem Erfolg durchgeführte 1. Waghäuseler Seniorenmesse, die 35 Aussteller und mehr als 2.000 Besucher in die Wagbachhalle lockte. In seinem Rechenschaftsbericht beleuchtete Roland Langer die Arbeit der vergangenen drei Jahre. Sein Dank galt der Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Walter Heiler und Bürgermeister Thomas Deuschle sowie der für die Seniorenarbeit zuständigen Sachbearbeiterin Sabrina Enders. Langer erwähnte Aktivitäten wie das Theaterprojekt STAR sowie mehrere Ausflüge, Schulungen am Fahrkarten-Automat und Computerkurse mit örtlichen Schulen, die Einweihung eines stark frequentierten Boule-Platzes bei der Eremitage und Erste-Hilfe-Kurse, die Fahrradtouren und Walking-Treffen, Info-Veranstaltungen und Spiele-Nachmittage in der Stadtbibliothek, das Gedächtnis-Training im Eremitage-Garten sowie die Teilnahme an den Sitzungen des Kreis- und Landesseniorenrates. „Unsere vielfältigen Aktivitäten orientieren sich an den Interessen der Waghäuseler Seniorinnen und Senioren“, betonte Langer, der darauf hinwies, dass die 2.Waghäuseler Seniorenmesse im Frühjahr 2020 geplant sei. Ein Grußwort sprach Getraud Rietschel vom Kreisseniorenrat (KSR). Sie erinnerte an den verstorbenen Adelbert Heiler aus Wiesental, der von 1989 bis 1998 Vorsitzender des Kreisseniorenrats War. Zugleich überbrachte sie die Grüße des KSR-Vorsitzenden Thilo Kerzinger und lud die Mitglieder des Waghäuseler Seniorenbeirats zur Teilnahme am Landesseniorentag ein, der am 5. Juni in Heilbronn stattfinden wird. Bei den von Walter Heiler durchgeführten Neuwahlen wurden Roland Langer als Vorsitzender, Walfried Hambsch als Stellvertreter, Ingrid Köhler als Schriftführerin, Kurt Klumpp als Pressewart sowie die Mitglieder Benno Brill, Hans Gall, Hans Gottschalk, Irmgard Hanebeck, Alice Heiler, Sonja Herberger, Rita Mahl, Günther Matjeka und Paul Zimmermann wiedergewählt. Für die ausgeschiedenen Rolf Blümle und Josef Heiler gehören künftig Doris Reinmuth und Manfred Holzwarth dem Waghäuseler Seniorenbeirat an.
Kurt Klumpp

Waghäuseler Stadtseniorenbeirat: (vorne v.l.) OB Walter Heiler, Walfried Hambsch, Sonja Herberger, Alice Heiler, Roland Langer, Hans Gall, Sabrina Enders, Gertraud Rietschel; (Mitte v.l.) Benno Brill, Doris Reinmuth, Rita Mahl, Paul Zimmermann, Manfred Holzwarth; (hinten v.l.) Hans Gottschalk, Irmgard Hanebeck, Günther Matjeka und Kurt Klumpp.
Foto: pr

Seniorenbeirat thematisiert Digitalisierung
Der Seniorenbeirat der Großen Kreisstadt Waghäusel hatte zu seiner Sitzung im Rathaus Wolfgang Arndt aus Heilbronn eingeladen. Er ist im Vorstand des 2008 in Bad Urach gegründeten Vereins „Netzwerk für Senior-Internet-Initiativen (Sii) Baden-Württemberg“. Der pensionierte Elektroniker informierte über die Herausforderungen der Digitalisierung mit Blick auf die Senioren. Mittlerweile bilden in Baden-Württemberg 65 Initiativen ein Netzwerk, wobei es in Nordbaden lediglich in Mannheim und Heidelberg entsprechende Aktivitäten gibt. Ziele der landesweiten Initiative seien die Unterstützung bei Neugründungen, Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie das Aufzeigen von Zukunftsperspektiven. „Digitalisierung ist heute vor allem ein Thema in Schulen, Verwaltungen und in der Industrie, aber in der öffentlichen Wahrnehmung bei den Senioren längst noch nicht angekommen“, sagte Wolfgang Arndt. Als Vorzeigeland für Digitalisierung gelte Schweden. Dort sind mitunter die Nutzung einer öffentlichen Toiletten oder von Parkplätzen sowie der Kauf von Fahrkarten nur noch mit Karte oder einer App bezahlbar. Soweit ist es in Deutschland noch nicht, aber wer in Bruchsal den „blauen Moritz“, einen Elektro-Roller, nutzen möchte, braucht ebenfalls ein entsprechendes Handy mit der notwendigen App. Die wirkungsvollste Methode, um den älteren Menschen der Umgang mit dem Handy, Laptop oder Tablet beizubringen, sei Einzelunterricht oder Schulung in kleinen Gruppen. Wichtig sei dabei auch die Nutzung der eigenen Geräte. In Heilbronn hat sich darüberhinaus für Fortgeschrittene ein Stammtisch gegründet. In Kooperation mit der Johann-Peter-Hebel-Realschule und der Gemeinschaftsschule Waghäusel bietet der Seniorenbeirat bereits seit drei Jahren regelmäßig Kurse im Umgang mit dem Computer und dem Handy an. Diese sowohl für Schüler wie Senioren nützliche Lehrgänge sollen auch künftig durchgeführt werden. Daneben wird sich das Projektteam „Digitalisierung, Kommunikation“ des Seniorenbeirats in seiner nächsten Sitzung mit diesem Thema befassen.
Kurt Klumpp

Foto: WOLFGANG ARNDT (Mitte) referierte beim Seniorenbeirat der Stadt Waghäusel über das „Netzwerk für Senior-Internet-Initiativen“ und fand dabei aufmerksame Zuhörer.
Foto: Klumpp

Kontakt

Fachbereich
Mensch und Gesellschaft

Senioren, Integration, Inklusion
Katarina Blattner
Gymnasiumstraße 1
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