Neuer Raiffeisenplatz eingeweiht

Die Neugestaltung des Raiffeisenplatzes mit der teilweisen Offenlegung des Duttlacher Grabens hat seine eigene Geschichte. Bei den Bauarbeiten des bisher verdolten Bachlaufes wurde ein kleiner Gartenzerg gefunden, der weit mehr als ein halbes Jahrhundert in dem ehemals als Stinkbach bezeichneten Gewässer seine triste Heimat hatte.

Mit dem Durchschneiden des Bandes eröffneten Waghäusels Oberbürgermeister Walter Heiler, mehrere ehemalige und aktuelle Mitglieder des Gemeinderats, Stadtbedienstete sowie Firmenvertreter den neuen Raiffeisenplatz in Kirrlach. Bild: Kurt Klumpp

„Er sorgte als Talisman für eine unfallfreie Bauzeit und steht jetzt auf einem massiven Steinblock mitten im offenen Graben“, sagte Waghäusels Oberbürgermeister Walter Heiler bei der Einweihung des neuen Platzes in der Kirrlacher Ortsmitte.
In Anwesenheit zahlreicher ehemaliger und aktueller Mitglieder des Gemeinderats sowie der am Bau beteiligten Firmen streifte das Stadtoberhaupt den langen Weg bis zur Fertigstellung. Die Planungszeit dauerte insgesamt acht Jahre, wobei bedauert wird, dass die benachbarte Volksbank ihren angrenzenden Parkplatz nicht in die Sanierung mit einbezogen hatte. Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des 650 Quadratmeter großen Raiffeisenplatzes betrugen 600.000 Euro, die aus Mitteln des Landesssanierungsprogramms für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen gefördert wurden.
Elke Gericke vom Planungsbüro Modus Consult erläuterte die Baumaßnahme. Das aufgestaute Wasser des Duttlacher Grabens wurde während der Bauphase über einen Bypass umgeleitet. Abgerissen wurde der ehemalige Außenschalter der Volksbank sowie das Turmgebäude einer Trafostation. Belebt wird der neue Platz durch eine Außengastronomie, während die neue Bachterrasse die Aufenthaltsqualität erhöhe und den Zugang zur Wasserfläche ermögliche.
Ein besonderer Blickfang sind die beleuchteten Cortenstahl-Bilder an der Rückwand des Platzes, die mit Acrylglas hinterlegt sind. Ausführlich diskutiert wurde die Darstellung, die frei interpretierbar sei und von einer Welle bis zum schottischen Ungeheuer Loch Ness reichte.
Text. Kurt Klumpp

(Erstellt am 04. November 2019)

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