Jugend beteiligt sich an Diskussion

Mehrgenerationen-Sportpark nimmt Formen an / Planer stellen Varianten vor

Das Interesse an einem Mehrgenerationen-Sportpark in Waghäusel scheint vor allem bei der jüngeren Generation groß zu sein. Auch mehrere Kinder und Jugendliche waren anwesend, als am 09.03.2022 der zweite Termin zur Bürgerbeteiligung in der Wagbachhalle stattgefunden hat. Und die Jugend beteiligte sich konstruktiv an der Diskussion.
„Die Bürgerinnen und Bürger werden mitentscheiden“, sagte Bürgermeister Thomas Deuschle (CDU). Von der Firma Modus Consult wurden zwei Entwürfe vorgestellt, die sich vor allem in der Anzahl der Funktionsbereiche unterscheiden. Die Variante „dynamisch, kurvig, bewegt“ sieht neben den Bereichen Fitness, Ballsport und Verweilen einen kombinierten Pump-Track für Rad-Artisten und Skateboardfahrer vor.
Der zweite Entwurf bevorzugt eine Trennung zwischen Pump-Track und Skatepark und verkleinert dadurch die Fläche des Multifunktionsfeldes. Vor allem die Jugendlichen plädierten für diese Variante. Wie der 13-jährige Bennet Büsenga: „Ich bin dafür, dass die Pump-Track-Anlage vom Skatepark getrennt ist.“ Das Multifunktionsspielfeld habe nicht die oberste Priorität, weil schon mehrere Vereine Ballsport anbieten.
Angesprochen wurde auch die noch nicht eingeplante Abgrenzung zu den rundum liegenden Parkplätzen sowie die Toiletten. Hier könnten Vereinbarungen mit der Wagbachhalle sowie dem im Jugendzentrum WaWiKi geplanten neuen Treffpunkt Waghäusel getroffen werden. Bürgermeister Deuschle bestätigte, dass die Unterhalts- und Verkehrssicherungspflicht bei der Stadt liege. Bereits beim ersten Bürgertreffen im Dezember wurde festgelegt, dass der Sportpark kein Kinderspielplatz sein soll. Darauf machte Michael Bailer aufmerksam. „In Waghäusel gibt es in allen Stadtteilen und Wohnquartieren gepflegte und zumeist gut ausgestattete Spielplätze für Kinder. Was fehlt, sind vor allem freie Angebote für Jugendliche, die durch Fitness-Geräte für Erwachsene und Senioren bereichert werden können“, sagte der Familienvater. In diese Richtung argumentierte auch Jochen Müller. Er bemängelte, dass in Waghäusel vor allem die früher beliebten Bolzplätze fehlten und sprach sich für ein multifunktionales Spielfeld aus.
Auch der FV 1912 Wiesental als direkt benachbarter Großverein kann sich eine Nutzung des Sportparks bei Feriencamps sowie für Fitness-Trainingseinheiten vorstellen. Die Zwölfer könnten auch eine Kletterwand für entsprechende Kurse nutzen, wie Karin Sälzler betonte. Lobend angemerkt wurde, dass in dem kleinen Waldstück vor der Wagbachhalle nur 18 Bäume gefällt werden müssen, während etwa 50 Bäume als Schattenspender erhalten bleiben. In den nächsten zwei Monaten soll dem Gemeinderat ein Grundkonzept vorgelegt und das Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden.
Text: Kurt Klumpp

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